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Das ist die einzige Kleiderregelung — keine Schuhe — denn der ganze Club ist mit Teppich ausgelegt. Die meisten Gäste tragen Unterwäsche oder gar nichts, denn es ist immer angenehm warm im Club. Lege alles in deine persönliche Box und eine Zahl wird auf deinen Arm geschrieben.


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Online: 10 Tage vor

Über

Auch queere Lokale mit Darkrooms liegen in der Pandemie brach. Wie steht es um die Cruising-Kultur? BERLIN taz Berlin gilt als Hauptstadt der Darkrooms. Und diese dunklen Räumlichkeiten sind nicht nur für ihre engen Gänge bekannt, sondern auch dafür, dass sich darin nackte, fremde Menschen, meist schwule Männer, ohne Abstand oder Mundschutz anbahnen und ihre Sexualität frei ausleben.

Rayna
Mein Alter 31

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Mittlerweile wohne ich in Berlin. Freie Wale werden hingegen bis zu zwanzig Meter lang. Die Erfahrung, in einer Welt zu leben, die nicht für uns vorgesehen ist und sich zum Teil gegen uns stellt. Die queere Peergroup wurde mehr und mehr zu meiner Familie. Diese Orte haben mir gezeigt, dass ich alles sein kann, was ich sein will. Da traue ich mich beispielsweise zu voguen, was ich sonst nie machen würde, aus Angst vor dummen Sprüchen.

Dort war kein Platz für mich, um mir selbst meine Gefühle einzugestehen. Deswegen ist eine Wahlfamilie für LGBTQIA-Menschen so wichtig. Ich war das erste Mal in meinem Leben in einem queeren Club: dem KitKat.

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Westberliner Bars setzten aus diesem Grund zu dieser Zeit Türen mit ausgeklügeltem System ein, um sich vor Razzien zu schützen. Diese Orte haben mir den Mut gegeben, ich selbst zu sein. Dann sind wir wie Wale in Aquarien.

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In queeren Clubs mit so vielen verschiedenen Ausdrucksweisen von Geschlechtern und Lebensrealitäten fühlte ich mich besser aufgehoben, akzeptiert. Sie ist eine Form von Familie für mich. Durch sie habe ich auch gelernt, dass es okay ist, das binäre Konzept von Mann oder Frau aufzubrechen. Ich bin in Ochsenhausen aufgewachsen, ein katholisches 9.

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Auf der Tanzfläche standen Jungs und Mädchen, die miteinander geknutscht haben. Gefühlt existierte da nur Heterosexualität. Ich komme ursprünglich aus Solingen, da gibt es keine queeren Bars oder Clubs. Ich muss in letzter Zeit oft an junge, queere Menschen in Kleinstädten denken, denen es vielleicht so geht wie mir früher. Die Erfahrung in den queeren Clubs in Berlin haben meinem Selbstbewusstsein Kraft gegeben.

Für mich war die erste queere Cluberfahrung etwa ein Jahr vor meinem Outing als trans Person. Die haben mich dann sozusagen befreit, indem sie mich weggezogen haben oder wir auf die Toilette gegangen sind. Schon in Jemen habe ich mich heimlich mit einem engen Freund geschminkt und sexuell experimentiert. Ohne die Freiheit dieser Orte sind wir wie Wale in Aquarien. Mit 17 bin ich mit Freundinnen das erste Mal nach Hamburg gefahren, um in eine Gay-Bar zu gehen. Meistens habe ich den Freundinnen, mit denen ich da war, einen hilfesuchenden Blick zugeworfen.

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Anderthalb Jahre nach meinem ersten Besuch hatte ich dann mein Coming-out. Weil mir vor Augen geführt wurde, dass ich diesem Normbild nicht entsprach. Ohne die Freiheit, die uns diese Orte ermöglichen, können wir nicht zu den Menschen wachsen, die wir sind. Während Corona fehlt mir am meisten das Gefühl von Freisein, das ich beim Tanzen in queeren Clubs spüre.

Ein schwuler Freund hatte mich damals noch als scheinbar cis Heteromann zu einer Feier mitgenommen, um mir seinen queeren Stammclub in Berlin zu zeigen. Das Schlimmste war, wenn mich Jungs angetanzt haben. Denn mit allen Menschen, die du da triffst, hast du etwas Grundlegendes gemeinsam.

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Ich war total begeistert, wie frei da alle sind. Dabei ist es für viele Menschen wichtig, sich in der Clubszene aufhalten zu können — und zwar weit über das Bedürfnis zu feiern hinaus. Ich bin davor nicht gern in Clubs gegangen, weil mich die heteronormativen Bilder dort nervös gemacht haben. Alles andere kannte man nur aus dem Fernsehen. Insbesondere für queere Menschen sind Clubs auch Schutzräume und Zufluchtsorte. Als mich in einer Gay-Bar ein Mädchen angetanzt hat, sie sich für mich interessiert hat, hat sich das viel, viel besser angefühlt.

Und heute? LGBTQIA-Bars oder Clubs, in denen ich andere queere Menschen hätte kennenlernen können, gab es nicht. Auch für mich. Ich vermisse meine Familie.

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Da wusste ich schon, dass ich gay bin. Heute shoppe ich meine Klamotten gerne in der Frauenabteilung. So sehr ich verstehe, warum die Clubs zu sind, so sehr bricht es mir auch das Herz. Wir haben vier junge Menschen gefragt, warum ihnen das queere Nachtleben mehr bedeutet als sich nur Tanz und Exzess hinzugeben — und warum sie es während Corona schmerzlich vermissen. Mit 18 habe ich meine erste eigene Make-up-Palette geschenkt bekommen.

Damals war ich noch total schüchtern und habe mich kaum getraut, jemanden anzuschauen. Ich wusste gar nicht, wie ich mich da verhalten soll.

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Da hatte ich immer das Gefühl, jemand sein zu müssen, der ich nicht bin. Wie divers queere Männlichkeit sein kann: von sehr feminin bis ultra maskulin. Ich wollte sie nicht verletzen oder traurig machen, weil ich nicht der bin, der sie wollen, dass ich bin. Da werden die nur fünf oder sechs Meter lang.

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Ich habe mit der Hälfte meiner Familie wegen meiner Identität keinen Kontakt mehr, darunter ist auch meine Mutter. Ich dachte lange, dass ich mich in Clubs nicht wohlfühle, weil die Musik nicht passt. Ich bin in Jemen aufgewachsen, mein Zuhause war kulturell muslimisch geprägt.

Sie seien in der Vergangenheit Orte gewesen, in denen man Kontakt haben, tanzen, Sex haben kann — und nicht dafür verhaftet wurde. Mir fehlt meine Community.

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Das Gefühl von Zusammengehörigkeit, das ich in den queeren Orten spürte, hat mir dabei geholfen, meine eigene Homosexualität besser zu akzeptieren. Vor Corona war ich zu Besuch in Wismar und mit Freundinnen tanzen. Flirten und andere Männer anquatschen, das lernt man als schwuler Mann in einem Heteroumfeld ja gar nicht. Das ist total schade. In Westdeutschland wurden schwule Männer bis in die späten er-Jahre verhaftet.

Meiner Familie zuliebe habe ich mich lange selbst limitiert. Wie oft musste ich mir schon blöde Witze oder Kommentare anhören. Ich muss so drei Jahre alt gewesen sein, als ich das erste Mal im Zimmer meiner Mutter mit ihren Schminksachen spielte.

Die anderen Männer fanden das aber gar nicht schlimm und haben nur gelacht. Ich fühlte mich lange nicht begehrenswert. Wenig später habe ich mich geoutet. Während Corona fällt es mir am schwersten, auf die queere Community verzichten zu müssen, um gemeinsam unsere Queerness zu feiern. Früher hätte ich das niemals gemacht, aus Schiss davor, eins in die Fresse zu bekommen. Als ich 16 war, sind wir nach Deutschland, nach Münster gezogen.

In meiner Heimatstadt Wismar war ich in meiner Jugend in der lokalen Disco, wo ich mich mit einer geballten Ladung Heteronormativität herumschlagen musste. Für sie gibt es momentan kaum Anlaufpunkte. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie wird sich an dem Thema Party und junge Menschen abgearbeitet. Ich musste mich erst daran gewöhnen, all das offen machen zu können.

Ich hab mich dazu gedrängt gefühlt, mit Mädchen zu knutschen, um allen zu beweisen, dass ich auf keinen Fall schwul bin. Die Scham vor der eigenen sexuellen Orientierung war einfach viel zu stark.